Was der Schreiber so liest (32)
Christoph Hein: Trutz (2017)

Jahrelang hatte ich die Lektüre von Christoph Hein vor mir hergeschoben, ja ich fürchtete mich ein wenig vor dem hochdekorierten Stückeschreiber und Schriftsteller. Im vergangenen Jahr wagte ich mich an „Horns Ende“ (1985), einem wie aus Stein gemeißelten Roman über ein individuelles Schicksal in den etwas schwereren DDR-Jahren. „Weisskerns Nachlass“ (2011) folgte, mein Lektüre-Vergnügen wuchs, zumal Hein hier mit mehr Leichtigkeit zu schreiben schien. Nun hatte ich „Trutz“ (2017) am Wickel, einen Roman, in dem er rückblickend und vorwärtserzählend „Von der Gefährlichkeit des Erinnerns“ weiterlesen









Schon seit Erscheinen hatte ich „Außer sich“ auf meiner Favoritenliste. Das Buch wurde von der Kritik ausgezeichnet aufgenommen und es landete auf der Short-List für den Deutschen Buchpreis 2017. Zudem mag ich, seit ich sie in einer Folge der „Kulturzeit“ gesehen habe, das Temperament und die Kraft, die von der Salzmann ausgehen. Ich war neugierig auf die Geschichte, die sie zu erzählen hat.