Ein Jäger in der Bücher-Bar

Arbeitszimmer
Der Jäger im Winterkleid. (Foto: kj, 2016)

Lässt sich ein Krimi-Autor so einfach Krimi-Autor nennen?
Was haben Indianergeschichten mit Kriminalromanen zu tun?
Darf man echte Menschen als Blaupausen für Romanfiguren nehmen?
Liefert eine Thüringer Kleinstadt genügend Stoff für eine Krimi-Reihe?
Ist es legitim, als Autor andere Bücher zu rezensieren?
Muss man Angeln können, um gerne Fisch zu kochen?
Eine lange Plauderei im Studio von Radio F.R.E.I (Freier Rundfunk Erfurt International) zwischen Radiomacher Richard Schaefer und mir lieferte ersterem das Material für eine neue Folge der Sendung Bücher-Bar, die am 18. November ausgestrahlt wurde.
Herzlichen Dank an Richard Schaefer und Radio F.R.E.I. für die Gelegenheit, meine Gedanken zu den Themen Lesen und Schreiben zu äußern.

Wer den Termin verpasst hat, kann hier noch einmal nachhören.

Die dazwischen eingespielten Musiktitel wurden aus verwertungsrechtlichen Gründen herausgeschnitten.
Eine Tasse Tee oder ein Glas Rotwein sind zum Ertragen nicht zwingend erforderlich, können aber den Genuss befördern – immerhin dauert das Gespräch 42 Minuten. Hilfreich ist auch einer meiner Krimis in Reichweite, damit man danach direkt weiterlesen kann.

Ein Koffer voller Notizen

Was der Schreiber so liest (3)

Stephen King: Finderlohn (2015)

Cover_Finderlohn
Stephen King: Finderlohn. Heyne Verlag 2015

Rund 2000 Wörter schreibt Stephen King täglich. Ein Pensum, das seinen Fans Jahr für Jahr einen dicken Wälzer beschert und ihm den Ruf eines oberflächlichen Vielschreibers eingebracht hat. Zu Unrecht – wer nachrechnet, stellt fest, dass ihm genügend Zeit für Überarbeitungen bleibt.
In diesem Herbst liegt »Finderlohn« in den Buchläden. Damit knüpft er unmittelbar an »Mr. Mercedes« (2014) an, ohne den Roman fortzuschreiben. Der begnadete Schriftsteller John Rothstein wird von einem psychopathischen Fan ermordet, der vor allem an den Notizbüchern Rothsteins interessiert ist, in denen dieser seine Romantrilogie fortschrieb. Die Bücher versteckte der Mörder gut, aber dann „Ein Koffer voller Notizen“ weiterlesen