Hinunter bis in die Hölle

Was der Schreiber so liest (24)

Stephen King: Der Outsider (2018)

Stephen King: Der Outsider. Heyne Verlag München, 2018

Pünktlich im Herbst beschenkt uns der Meister des Grauens. Zwischendurch spuckt er noch ein paar kleinere Spukgeschichten aus, sodass die Fans von Stephen King immer wieder etwas zu lesen haben.
Das 2018er Werk heißt „Der Outsider.“ Stephen King erzählt darin die Geschichte eines schrecklichen Kindsmordes. Augenzeugenberichte und die Spurenlage weisen auf den bislang unbescholtenen Baseballtrainer Terry Maitland. Der indes hat ein einwandfreies Alibi, was sich erst nach seiner Verhaftung zeigt. Mehr noch: Je tiefer die Ermittler um Ralph Anderson graben, umso mehr Ungereimtheiten treten zu Tage. Dumm nur, dass der Verdächtige auf den Stufen des Gerichts vom Bruder des Opfers erschossen wird.
Es ist einer der Schwachpunkte des „Outsiders“, dass der Übergang von einem packenden Thriller in eine übernatürliche Geschichte diesmal nicht fließend geschieht, „Hinunter bis in die Hölle“ weiterlesen

Ist die Welt ohne Männer besser?

Was der Schreiber so liest (14)

Stephen King: Sleeping Beauties (2017)

King Beauties
Stephen King: Sleeping Beauties
Heyne Verlag 2017

Pünktlich im Herbst – in diesem Jahr sogar pünktlich zu des Meisters 70. Geburtstag – bringt der Heyne-Verlag den jeweils aktuellen Roman von Stephen King auf den Markt. In diesem Jahr waren es die „Sleeping Beauties“. Ein Buch, das erstmals Kings Sohn Owen als Co-Autor benennt. Allein das erweckt schon Neugier.
„Sleeping Beauties“ fesselte mich relativ schnell. Ein außergewöhnliches Setting, nämlich ein Frauengefängnis, sowie die gewohnte Personage einer typischen amerikanischen Kleinstadt im Nirgendwo ließen mich in der Lektüre schnell wohlfühlten. So verschlang ich den fast 960 Seiten starken Wälzer im King-Tempo und stellte fest: „Ist die Welt ohne Männer besser?“ weiterlesen