Ein Koffer voller Notizen

Was der Schreiber so liest (3)

Stephen King: Finderlohn (2015)

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Stephen King: Finderlohn. Heyne Verlag 2015

Rund 2000 Wörter schreibt Stephen King täglich. Ein Pensum, das seinen Fans Jahr für Jahr einen dicken Wälzer beschert und ihm den Ruf eines oberflächlichen Vielschreibers eingebracht hat. Zu Unrecht – wer nachrechnet, stellt fest, dass ihm genügend Zeit für Überarbeitungen bleibt.
In diesem Herbst liegt »Finderlohn« in den Buchläden. Damit knüpft er unmittelbar an »Mr. Mercedes« (2014) an, ohne den Roman fortzuschreiben. Der begnadete Schriftsteller John Rothstein wird von einem psychopathischen Fan ermordet, der vor allem an den Notizbüchern Rothsteins interessiert ist, in denen dieser seine Romantrilogie fortschrieb. Die Bücher versteckte der Mörder gut, aber dann „Ein Koffer voller Notizen“ weiterlesen

Kennst du einen, kennst du alle

Was der Schreiber so liest (2)

John Grisham: Die Erbin (2014)

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John Grisham: Die Erbin. Heyne 2014

Kennst du einen, kennst du alle. Wer bei Edgar Wallace der Täter ist, weiß man ja: Ein Sonderling, der irgendwann im Verlaufe des Buches auftaucht und behauptet, lange Jahre in Übersee gearbeitet zu haben. In Wahrheit war er ein »Zuchthäusler«. Einmal Verbrecher, immer Verbrecher.
So ähnlich ist das auch bei John Grisham, dachte ich. Wer »Jury«, »Firma« und »Akte« gelesen hat, kennt alles, was Grisham zu bieten hat. Dabei habe ich dann doch noch mehr Titel gelesen, bis ich ihn über hatte. Doch dann kam Denis Scheck, lobte »Die Erbin« über den grünen Klee (»hat große Klasse«) und machte mich neugierig. „Kennst du einen, kennst du alle“ weiterlesen