Welches Buch gefällt Ihnen am besten?

Rennsteig-Schwalben - 32.1%
Thüringer Quelle - 14.3%
Rostbratwurst - 28.6%
Die Gruppe - 17.9%
Krügers Erbe - 7.1%

Gesamte Stimmen: 28
Die Umfrage wurde beendet ein: 11 Nov 2016 - 00:00

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Klaus Jäger ist:

wortpatenschaft

Vita Klaus Jäger

Klaus Jäger WeinbergKindheit

Ich wurde als Sohn des Schriftstellers Horst Jäger in Meiningen geboren. Aufgewachsen bin ich in der Abgeschiedenheit des militärischen Sperrgebietes Staatsgrenze West, mitten im Wald und unter Büchern - das erklärt möglicherweise meine Sucht nach Einsamkeit, nach dem Lesen und nach dem Schreiben.

Mit letzterem fing ich übrigens bereits als 12-jähriger Knabe an. Ein Kurzurlaub in Dresden inspirierte mich zu ersten Gedichten, die, altersgerecht, freilich nichts weiter als Reimereien waren. Doch meine Eltern schubsten mich dankenswerterweise sanft in den typischen Talentebetrieb der DDR mit solchen Stationen wie der „Arbeitsgemeinschaft Junge Journalisten“ oder diverser „Spezialistenlager Junge Poeten“. Die große Hausbibliothek meines Vaters stand mir immer offen und so durfte ich auch lesen, was meinem Alter noch gar nicht so recht entsprach. Ich begeisterte mich früh für Abenteuer, bekam vom Vater James Fenimore Coopers „Lederstrumpf“-Zyklus geschenkt, las mit zehn oder elf Jahren die Komplettfassung des Grafen von Monte Christo. Als ich 16 war, war ich Goethe-Fan und hatte alle Bände von Goethes „Dichtung und Wahrheit“ verschlungen.

Vor der Wende

Ich lernte den ehrbaren Beruf eines Eisenbahners (damals: Facharbeiter für Verkehrs- und Betriebstechnik der Deutschen Reichsbahn, am Ende trug ich den archaischen Rang eines „Reichsbahn-Untersekretärs“), baute mit Ach und Krach mein Abitur, studierte beim Militär mit überraschenderweise guten Ergebnissen unter anderem Brückenbau und Sprengtechnik und war anschließend viele Jahre Berufssoldat.

Meine kreative Ader verlegte sich auf die Fotografie als Kunst in Theorie und Praxis, ich fotografierte Sport, Landschaften, Porträts und Akte. Unter anderem war ich an Ausstellungen in Frankreich, Jugoslawien, Polen und Lettland beteiligt. Auch die Fotografie fügte sich in den Kulturbetrieb der DDR ein. Ich war Gründungsmitglied der Gesellschaft für Fotografie und erhielt 1988 deren Ehrennadel.

Das war übrigens auch das Jahr, in dem ich ein Fernstudium der Journalistik begann und mich wieder mehr auf das Schreiben als auf das Fotografieren verlegte.

Nach der Wende

Das Journalistik-Studium, das ich nach der sogenannten Wende fortsetzte, was im Vergleich der beiden Systeme sehr spannend war, bescherte mir immerhin einen Arbeitsplatz als Journalist und Redakteur bei einer Tageszeitung und bis heute den für Schriftsteller außerordentlich seltenen Glücksfall, dass ich vom Schreiben auch leben kann. Mit den Gedichten habe ich freilich (fast) gebrochen, ich schrieb Kurzgeschichten, Porträts, moderne Märchen und einige Romanfragmente, von denen ich mich bis heute frage, warum ich sie nicht zu Ende bringe.

Der Erstling

Im Jahr 2008 beendete ich meinen ersten Krimi und machte mich auf die lange Suche nach einem Verlag. Dabei war ich immerhin besser als Stephen King (u.a. „Carrie“), der mehr als 60 Verlags-Absagen kassierte, bevor er seine erste Geschichte veröffentlichte. Ich war auch besser als Rebecca Gablé (u.a. „Die Siedler von Catan“), die drei Jahre nach ihrem ersten Verlag suchte. Und ich tröstete mich mit Noah Gordon, der bereits 70 war, bevor er mit dem „Medicus“ Weltruhm erntete. Nach zwei Jahren fand sich mit dem Greifenverlag zu Rudolstadt und Berlin ein deutscher Traditionsverlag bereit, meinen Krimi unter dem Titel „Krügers Erbe“ zu verlegen.

Indes balancierte der Verlag bereits damals auf dünnem Eis. Am 27.09.2010 erschien das Buch, im April darauf meldete der Verlag Insolvenz an. Netterweise, bevor er mir auch nur einen Cent Tantiemen gezahlt hat. Die meines Wissen einzigen druckfrischen Exemplare, die es noch gibt, befinden sich in meinem Besitz, ich habe sie aus der Insolvenzmasse aufgekauft. Noch sind ein paar Stück erhältlich - Bestellungen sind unter dem Menüpunkt "Bücher" möglich.

Verleger Holger Elias machte mir sogleich ein Angebot für meinen zweiten Roman unter dem Arbeitstitel „Die Gruppe“, der zu diesem Zeitpunkt bereits gut gediehen war. Ich freue mich, das Vertragsangebot, das ich noch im Original habe, nie unterzeichnet zu haben.

Zwischenspiel

„Die Gruppe“, ein Beziehungsroman vor dem Panorama der zusammenbrechenden DDR, wurde 2011 fertig. Und auch hier bemühte ich mich - nun heimatloser Autor - um eine Platzierung bei einem deutschen Verlag. Immerhin attestierte mir nach dem Lesen des Komplettmanuskriptes Roman Pliske, der Geschäftsführer des Mitteldeutschen Verlags Halle, „Die Gruppe“ sei „ein sehr guter Roman, ein sehr ambitionierter Text“. Allerdings sei es „in der Literatur seit Jahren das Problem, spannende Stoffe adäquat auf den Markt zu bringen“. Danke, Roman Pliske, das ist die netteste Absage, die ich je bekam. Zudem er mir versicherte, bei einer eventuellen Premiere der „erste Gast“ zu sein. Ich komme darauf zurück. Doch am Ende war ich es leid, den Verlagen hinterher zu laufen und mich behandeln zu lassen, wie weiland das junge Talent aus dem Spezialistenlager „Junge Poeten“. 2012 habe ich "Die Gruppe" zunächst als E-Book und dann im Selbstverlag auch als kleine Druckauflage herausgebracht.

Zuhause bei Emons

Schnell merkte ich, dass ein eigenes Marketing und ein eigener Vertrieb niemals so funktionieren können wie in einem professionellen Verlag. Ich erinnerte mich an eine Rezension von Lilo Plaschke, der großen alten Dame des Thüringer Feuilletons, die öffentlich die Frage aufgeworfen hatte, ob dem sympathischen Polizeireporter Peter Hartmann und seiner hübschen Gegenspielerin, der Kommissarin Steffi Schmaerse, nicht das Zeug zur Serie innewohne. So entstand "Rostbratwurst", ein Buch, mit dem mich zunächst ein Thüringer Verlag trotz scheinbaren Interesses regelrecht versetzte, bis durch einen Zufall das Manuskript auf dem Tisch von Hejo Emons landete, dem König der deutschen Regionalkrimis.

Von da an hatte ich wieder ein verlegerisches Zuhause. "Rostbratwurst" erschien 2013, im Jahr darauf folgte "Thüringer Quelle". Wenn am 17. September 2015 die "Rennsteig-Schwalben" in den Bücherregalen auftauchen, dann dürfen sich die Leser auf die schon bekannte Personage freuen. Und auf spannende Ermittlungen im Rotlicht-Milieu. 

Klaus Jäger im August 2015

Rennsteig-Schwalben

Erhältlich im Buchhandel, beim Autor und im Internet (auch als E-Book). Für Direktkauf auf das Bild klicken.

Thüringer Quelle

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Rostbratwurst

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Die Gruppe

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Krügers Erbe

Erhältlich als gedrucktes Buch nur noch beim Autor. E-Book erscheint 2017.